Aufgedeckt: 5 Protein-Mythen

Proteine spielen eine wichtige Rolle beim Muskelaufbau und sind wohl das beliebteste Supplement in der Bodybuilding Szene. Daher gibt es zu diesem Thema auch unzählige Meinungen und Empfehlungen. Es soll Muskelberge wachsen lassen und gleichzeitig beim Abnehmen helfen. Zu viel davon soll wiederum die Nieren schwächen. Da blickt ja nun wirklich niemand mehr durch. Was stimmt denn nun und was nicht – Aufgedeckt: 5 Protein-Mythen!

1. Du kannst nur 30 Gramm Protein auf einmal aufnehmen

Jeder kennt wahrscheinlich den Mythos, dass der Körper nicht mehr als 30 Gramm Eiweiß auf einmal verwerten kann. Nun ja, denken wir doch mal ganz logisch darüber nach. Der tägliche Proteinbedarf einer Person errechnet sich durch das Gewicht, Geschlecht und die Art des Trainings. Da nicht jeder Mensch gleich viel wiegt und das gleiche Training absolviert, ergibt dies auch ein unterschiedlicher Proteinbedarf. Wenn der Mensch lediglich 30 Gramm Protein pro Mahlzeit aufnehmen könnte hätten unsere Vorfahren aus der Steinzeit wohl kaum Hungerperioden überstanden. Der Körper ist viel zu intelligent, um einen solch wertvollen Baustein einfach zu verschwenden.

2. Je mehr Protein, desto mehr Muskelwachstum

Getreu dem Motto: Viel hilft viel? Nun haben wir bereits den „Der Körper kann nicht mehr als 30 Gramm Protein pro Mahlzeit aufnehmen – Mythos“ widerlegt.  Jeder Körper hat einen individuellen Proteinbedarf, wenn dieser überschritten wird, werden jedoch die Erfolge dadurch nicht automatisch besser. Durch die Erhöhung des Proteins alleine, werden deine Muskeln nicht wachsen – dafür musst du natürlich dein Training intensivieren und deine Proteinzufuhr dementsprechend anpassen.
 

3. Tierisches Protein ist besser als pflanzliches Protein

Es stimmt, dass je ähnlicher das Nahrungsprotein dem körpereigenen Protein ist, desto besser können wir es verwerten. Es stimmt auch, dass wir Menschen einem Tier ähnlicher sind, als einer Bohne. Allerdings enthalten tierische Produkte oft viel ungesundes Fett und Cholesterin. Zudem führt ein Übermaß an tierischen Eiweißquellen oft zu einer Übersäuerung. Pflanzliche Alternativen hingegen enthalten mehr Ballaststoffe, gesunde Fette und halten dich länger satt. Wenn du ein pflanzliches Produkt probieren möchtest, können wir dir Hanf Protein ans Herz legen. Es hat eine optimale Aminosäuren-Zusammensetzung und eine biologische Wertigkeit von 100.  Es steht dem tierischen Protein also in nichts nach – im Gegenteil! Und keine Sorge, es macht nicht High!

4. Proteinpulver sind besser als Proteine aus Nahrungsmitteln

Noch vor ein paar Jahren, waren Proteinpulver noch lange nicht so beliebt wie heute. Sie haben sich zu einem Trend etabliert und jeder, der nur ein wenig Sport treibt, denkt er müsste dies mit einen Proteinpulver ausgleichen. Richtig ist, dass viele Proteinpulver so aufbereitet sind, dass sie optimal verwertet werden können, leicht verdaulich sind und alle Aminosäuren enthalten. Wir sollten aber nicht vergessen, dass es ein chemisch hergestelltes Produkt ist und eben kein Nahrungsmittel, sondern lediglich eine Ergänzung ist. Ergänzung bedeutet also nicht zwingend notwendig. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, kannst du ebenso alle wichtigen Nährstoffe und Bausteine zuführen, um ein optimales Muskelwachstum zu garantieren. Klar, es ist aufwendiger! Proteinpulver sind also nicht besser, sondern nur einfacher.

5. Zu viel Protein schädigt die Nieren

Wenn du über zwei gesunde Nieren verfügst, brauchst du dir im Hinblick auf mögliche Nierenschäden durch einen zu hohen Protein-Konsum keine Sorgen machen. Studien konnten beweisen, dass selbst eine hohe Proteinzufuhr von bis zu 4 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht keinen negativen Einfluss auf deine Nieren haben wird. Und dafür müsstest du schon sehr viele Shakes schlürfen!

Fazit

Eiweiß ist und bleibt ein wichtiger Baustein für den Muskelaufbau. Allerdings ist die optimale Proteinmenge individuell und Protein alleine kann deine Muskeln nicht zum Wachsen bringen. Mach dir also einen passenden Trainingsplan, um deine Ziele zu erreichen und berechne dementsprechend eine persönliche Proteinzufuhr. Probiere als Alternative mal ein pflanzliches Protein und auch wenn deine Nieren viel aushalten – viel hilft nicht immer viel!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: